Themen - kurz angelesen:

 

Das ITMR

Das Institut für Temporo-Mandibuläre Rehabilitation ging aus dem ersten Auf-wachskurs mit Prof. Harry Lundeen in Europa hervor, den Dr. Walter Schöttl 1669 an der Friedrich-Alexander-Univer-sität in Erlangen organisiert hatte. Prof. Lundeen war im ITMR noch öfters zu Gast und es entstand bald die erste ge-ordnete  Ausbildung zur Aufwachstech-nik in Deutschland, die ZTM Polz nach seinem Ausscheiden im Alleingang wei-terführte. Und die Themen entwickelten sich weiter. Bert Wiebrecht stellte im ITMR erstmals in Deutschland die Cro-zat-Technik vor und auch Dr. Farrar hat-te hier sein Debüt in Europa, als er seine Arthrographie vorstellte, mit der es erst-mals möglich wurde, Diskusverlagerun-gen darzustellen und zu verstehen.


1985 brachte Rainer Schöttl nach sei-nem Studium in den USA die Konzepte der Myozentrik ein und lud 1986 Dr. Jan-kelson zu ersten Vorträgen zu seiner Myozentrik nach Deutschland ein. Zu dieser Zeit war der Institutsname bereits geändert: Statt für „Rehabilitation“ stand das „R“ nun für „Regulation“, denn der Fokus lag nicht länger ausschließlich auf der Prothetik, sondern auf der Neuro-muskulären Funktionslehre mit ihren dia-gnostischen und therapeutischen Mög-lichkeiten besonders auch bei der CMD.


Im Laufe der Jahre kamen neue Möglich-keiten hinzu, z. B. eine passende Artiku-lationstechnik, erweiterte diagnostische Möglichkeiten durch die Photometrie und jüngst das FreeBite System zur Therapie der CMD.


Posselt hatte Recht: nicht Gelenke, sondern neuromuskuläre Reflexe steuern die Unterkiefer-bewegung des Menschen. Zwar kann man eine terminale Scharnierachse durch Manipulation am Patienten erzeugen, aber diese ergibt dann kaum eine valide Referenz für die Programmierung eines Artikulators.

Das FreeBite System entspringt einem neuen Konzept der CMD-Therapie. Dieses beginnt bei der Unterscheidung der echten Cranio-Mandibulären Funktionsstörung von anderen Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen. Es setzt sich fort in der initialen Therapie mit der Abfederung von Zahnkontak-ten auf einem Luftpolster, Ausbalancierung des gestörten Bisses auf einem Wasserpolster und mündet in der Bestimmung einer Bisslage auf einem thermoplastischen Kunststoff, der nach dem Erkalten vollständig aushärtet.
Kurs Orthokraniale Artikulatorprogrammierung
Meist wird der Einstellung des ersten Modells im Artikulator kaum Beachtung geschenkt und das Anlegen eines Gesichtsbogens delegiert. Was bewirkt aber ein Gesichtsbogen wirklich? Mit einem handelsüblichen Mittelwertbogen erfolgt die Modellorientierung nicht unmittelbar zur terminalen Scharnierachse, sondern er wird in die externen Gehörgänge eingelegt, deren Posi-tion um einen Mittelwert posterior...
Das Internet ist ein fantastisches Medium. Ein Buch, wenn es einmal gedruckt ist, kann nicht mehr aktualisiert werden - im Internet ist das ganz anders! Regelmäßige Neuauflage eines erfolgreichen Buches mögen lukrativ sein, denn Leser müssen das ganze Buch neu kaufen, um in den Genuss der Änderungen zu kommen. Ich habe mich statt dessen zu diesem Blog entschieden, mit dem Leser meines Buches „CMD: Kein Schicksal!“ am Ball bleiben können. Oft werden gerade Leserfragen ein neues Licht auf ein Thema und ich gehe hier gerne darauf ein. 
Ich habe einen ungewöhnlichen Spagat versucht, indem ich mich mit ein und demselben Buch sowohl an Fachleute (Kollegen und Therapeuten), als auch an Laien (Patienten bzw. Betroffene) wende. Möglich ist dies nur, weil ich überzeugt davon bin, dass die CMD in erster Linie einem Missverständnis der Cranio-Mandibulären Funktion entspricht. Ich begegne nämlich immer wieder dem Versuch, diese Dysfunktion mit den Mitteln zu behandeln, die zu deren Entstehen beigetragen haben! 
http://mediplus-shop.de/Buecher/CMD--Kein-Schicksal.htmlshapeimage_5_link_0
Wozu ein Wasserkissen für die Zähne?
Die Zähne zusammen beißen - in der Regel ist das ein Akt, an den man keinen einzigen Gedan-ken verschwendet. Und das ist auch gut so. Denn dadurch, dass unsere Zähne steinhart und komp-liziert geformt sind, ist das punktgenaue und gleichzeitige Treffen aller Zahnkontakte in unse-rem Mund in Wirklichkeit eine Meisterleistung der Feinmotorik und Koordination.
Jig-Schienen: Vorsicht!
Seit einigen Jahren gelten Jig-Schienen als Pa-tentrezept. Was dahinter steckt, ist der Versuch, den Patienten davon abzuhalten, seine Zähne zusammen zu beißen. Die verschiedenen Zahn-typen im Gebiss sind für unterschiedliche Funk-tionen optimiert: Die Molaren haben jeweils mehrere Wurzeln, die sie besonders massiv im Knochen verankern. Sie können hohe Kräfte aufnehmen und sind die Stützzähne im Gebiss.
Aluminium
Aluminium ist, für manchen vielleicht überrasch-end, eines der Elemente, die auf der Erde am häufigsten vorkommen. Allerdings nie in reiner Form, sondern chemisch stabil an Silikate ge-bunden. Es davon zu lösen, ist technisch und chemisch ein schwieriges Verfahren, das eine Menge Energie verschlingt. Dennoch ist der Ge-brauch von Aluminium in den letzten Dekaden sprunghaft angestiegen. Das Metall lässt sich...
Definition der Myozentrik
Zusammengesetzt aus den Silben Myo  (muskel-bezogen) und Zentrik (griechisch kentron = Zentrum). Gemeint ist die Bisslage, die für die Muskulatur mittig ist. Das Konzept wurde Ende der 60-er Jahre von Dr. Bernard Jankelson vor-gestellt. Ursprüngliche Motivation dürfte gewe-sen sein, eine Bisslage für Totalprothesen zu identifizieren, bei der deren Lage auf den Kie-ferkämmen in der Funktion möglichst stabil bleibt. Bei handgeführten Bissnahmen wird der...
Die Cranio-Mandibuläre Dysfunktion
Die Wortsilbe “Dys“ aus dem Griechischen bedeutet „schlecht“. Die CMD be-schreibt daher die schlechte Funktion zwischen dem Kra-nium (Schädel) und der Mandibula (Unterkiefer). Da die Vorstellungen über die Funktion in diesem Bereich einem star-ken Wandel ausgesetzt waren...